Mit innovativen neuen Technologien, die sich rapide weiterentwickeln, wird die Arbeit von Zuhause bei großen und kleinen Unternehmen zunehmend beliebter. Die Mitarbeiter können dabei an jedem Ort auf der Welt tätig sein – der Beginn des modernen Arbeitsplatzes.

 „Wir betreten eine neue Ära der Hypermobilität: Das Büro das Überall ist,“ berichtet Oliver Pickup The Telegraph – und das gilt besonders für den IT-/Technologie-Sektor, der unter den Branchen, die Fernarbeit nutzen, auf dem zweiten Platz gelandet ist. Wieso ist die Fernarbeit bei Mitarbeitern und Unternehmen also so beliebt? 

Die Verbreitung neuer Technologien hat die Arbeit von Zuhause zum Kinderspiel gemacht. Das gilt besonders für Smartphones, Laptops, Tablets, die Mobiltechnologie und die zunehmenden Wifi-Hotspots auf der Welt. 

Der jeweilige Standort und die Zeitzone sind dabei keine Einschränkung mehr, da sich die Mitarbeiter problemlos mit dem Büronetzwerk verbinden, unterwegs E-Mails senden und Kollaborations-Tools nutzen können, mit denen Dokumente einheitlich aktualisiert werden. Cloud-basierte Apps und Chat-Tools (z.B. Slack) bieten den Kollegen außerdem die Möglichkeit, miteinander zu interagieren und in Echtzeit zusammenzuarbeiten.

„Eine der hilfreichsten Technologien, um die Fernarbeit nahtlos zu gestalten, sind Videokonferenzen,“ so Harry Glover, ein Senior Consultant (Big Data & DevOps), dem die starke Zunahme an Fernarbeitsstellen in der IT-Branche aufgefallen ist. 

Das Ergebnis der neuen Hyperkonnektivität sind flexiblere Arbeitsmöglichkeiten. Die Möglichkeit, an jedem beliebigen Ort zu arbeiten, ist besonders für Mitarbeiter attraktiv, die nicht gerne von 9 bis 17 Uhr arbeiten wollen. 

Und Unternehmen können durch das Angebot von Fernarbeit signifikante Kosten einsparen. „Manche Unternehmen verzichten mittlerweile ganz darauf, ein traditionelles Büro zu mieten und führen ihr Unternehmen stattdessen in geteilten Co-Working Spaces, um sich so daran anzupassen, dass die meisten Mitarbeiter in Fernarbeit tätig sind,“ erklärt Harry.

Eine weitere Möglichkeit zur Kosteneinsparung ist die bessere Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen. Laut Stack Overflow zählt die Möglichkeit der Fernarbeit für mehr als 50% der Entwickler bei der Jobsuche zur Priorität. Technologie-Experten, die in Fernarbeit tätig sind, können Ihre Aufgaben nicht nur unterwegs erledigen, sondern haben außerdem das Gefühl, dass ihnen der Rücken gestärkt wird. Schließlich fördert die flexible Arbeitsweise das Vertrauen und eine gute Kommunikation mit dem Unternehmen. Die daraus resultierende höhere Jobzufriedenheit stellt wiederum sicher, dass qualifizierte Mitarbeiter dem Unternehmen treu bleiben, sodass weniger Geld in die Suche neuer Mitarbeiter investiert werden muss.

Die Einführung von Richtlinien für Fernarbeit ist also sehr viel mehr als nur eine einfache Kostenersparnis. Eine Studie von Vodafone unter 8.000 Arbeitgebern und Arbeitnehmern weltweit kam zu dem Ergebnis, dass schon jetzt Drei-Viertel der Unternehmen Richtlinien für flexible Arbeit eingeführt haben und 61% von ihnen der Meinung sind, dass diese den Profit gesteigert haben. Eine klassische Win-Win-Situation. 

Einer der interessantesten und wirkungsvollsten Vorteile der zunehmenden Fernarbeit besteht in der Überbrückung der Gender Gap in der Technologie-Branche. In einem Artikel der Huffington Post heißt es: „56% der Frauen verlassen ihre Arbeit in der Technologie-Branche mitten in der Karriere. Weitere 51% der Frauen geben an, sie hätten als arbeitende Mütter Schwierigkeiten, in ihrer Karriere aufzusteigen.“ Die örtliche Flexibilität, das Selbstmanagement und die frei gewählten Arbeitszeiten in der Fernarbeit ermöglichen Arbeitnehmerinnen eine gute Work-/Life-Balance. 

Es ist also klar, dass der Siegeszug der Fernarbeit so schnell nicht zu stoppen sein wird. Nach und nach wird sie sogar zur neuen Norm werden. Sind Sie dafür bereit?